Es steht schon wieder ein jüdisches Fest an: Schawuot, das Wochenfest. Gesine und Stephie sind gerade in Jerusalem. Was liegt näher, als das Wochenende dort zu verbringen. Gedacht getan. Gegen 14 Uhr war ich in Jerusalem. Ich freute mich schon sehr auf die leckere Falafel, die ich bei meinem Arabischen Freund im muslimischen Viertel kaufen wollte. Als ich am Damaskustor ankam schwahnte mir, was mich erwartet: eine Masse von muslimischen Gläubigen, die gerade vom Freitagsgebet auf dem Tempelberg kamen. Ich boxte mich durch, an Händlern vorbei, zwischen verschleierten Frauen und Männern mit Gebetsteppichen auf den Schultern. Die Falafel war den Kampf wert.
Im Johanniterhospitz angekommen richtete ich mich erstmal häuslich bei Gesine und Stephie im Souqpalais (weil das Zimmer direkt über dem Souq - dem arabischen Markt liegt) ein. Danach gingen wir zusammen an die Westmauer, um die Einläutung des Shabbats mitzuerleben.
Der Platz vor der Westmauer wurde immer voller, die Männer begrüßten den Schabbat voller Freude: mit Singen, Tanzen und Springen. Die Frauen beteten aus ihren Gebetsbüchern oder linsten durch die Schlitze des Trennungszaunes (zwischen Männern und Frauen) rüber. Zu Schabbat ist das Photographieren an der Westmauer verboten, da es ähnlich ist wie einen Lichtschalter umzulegen, was ja Arbeit ist, und am Schabbat nicht gestattet ist.
Gegen 20 Uhr gingen wir zu Familie Machlis, die jedes Schabbatmahl mit insgesamt 100 Gästen feiert: reich, arm, jung, alt, Jude, Nicht-Jude, Touristen, Israelis. Es war wie immer sehr erlebnisreich und lecker.
Der Rückweg durch die arabische Altstadt war ungewönlich ruhig. Tagsüber sind die Gassen voller Stände und Menschen. Jetzt war alles leer.
... Themen im nächsten Blog: Wecken morgens um 5 Uhr durch die Gesänge von eifrigen Pilgern, die an Station VII und VIII der Via Dolorosa (direkt unter unserem Zimmer) Halt machen, Aggressionsbewältigung, Touristen beim Reisen beobachten, photographieren und über sie lustig machen, Blick auf Jerusalem ...
... Themen im nächsten Blog: Wecken morgens um 5 Uhr durch die Gesänge von eifrigen Pilgern, die an Station VII und VIII der Via Dolorosa (direkt unter unserem Zimmer) Halt machen, Aggressionsbewältigung, Touristen beim Reisen beobachten, photographieren und über sie lustig machen, Blick auf Jerusalem ...
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