Dienstag, 16. Dezember 2008

ein Funke Hoffnung für Indiens Straßenkinder

In Indien leben unzählige Kinder auf der Straße. Sie schuften für einen Hungerlohn, den sie oft sofort ausgeben. In Zeiten der Knappheit steht es schlecht um sie. Doch in Alt-Delhi gibt es eine Kinderbank, auf der Straßenkinder ihr Geld in einem Sparbuch anlegen können, um für schwere Zeiten oder einen Traum zu sparen.

Montag, 15. Dezember 2008

der gläserne Bürger

Wir Menschen sind sehr bequem, manchmal träge. Wir konsumieren, werden angezogen von Angeboten, forden Kundenkarten an (uns wird suggeriert, dass der Besitz einer solchen nur Vorteile hat), geben persönliche Daten im Internet an, sind Mitglied bei StudiVZ und/oder Facebook. In Zukunft wird es weniger überschaubar, wem wir welche unserer Daten preisgeben.
Durch RFID ist es möglich, unser Konsumverhalten zu analysieren. Werbung wird auf uns abgestimmt, der Elektrosmog wird höher, Menschen werden entlassen, da keine Kassierer mehr notwendig sind, wir werden immer durchsichtiger. Wenn erst die Häuser intelligenter sind, die digitale Krankenakte eingeführt und alles miteinander vernetzt ist, könnte nach einem dekadenten Essen am Spiegel im Badezimmer die böse Nachricht überraschen: "Ihr Krankenkassenbeitrag wurde soeben erhöht." (was ich ja persönlich voll cool fände).
Was können wir gegen diese Entwicklung machen? Ich werde meine Kundenkarten zerschneiden, den Geschäften keine neue Adresse angeben. Was können wir gegen das Erstarken eines gläsernene Bürgers tun? Genau weiss ich es nicht. Der FoeBuD e.V. wird in naher Zukunft eine öffentliche Petition gegen den elektronischen Personalausweis starten.
Und am Ende bleibt die Frage, wer ist gefährlicher: der Staat oder die Wirtschaft? Darüber hat sich der Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier in Spiegel-Online Gedanken gemacht.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Bringt den weißen Mann zurück!

Ähnliche Sätze habe nicht nur ich im Kongo gehört, sondern sowohl die Afrikaner als auch Afrikas Intelektuelle machen sich darüber Gedanken, reden darüber öffentlich, werden auch angefeindet für unpopuläre Meinungen, wie z.B. dass die Entwicklungspolititk der westlichen Welt die Despoten Afrikas stützen. In der ZEIT von vor zwei Jahren stand dazu ein herausfordernder Artikel.

Montag, 8. Dezember 2008

die kongolesische Regierung ist zu Verhandlungen bereit

Nachdem sie lange zögerte, hat sie sich nun entschlossen mit den Rebellen von Gen. Nkunda in Verhandlungen zu treten. Wird es etwas ändern? Wo viele Abmachungen sind schon fürher gebrochen worden.

das neue BKA Gesetz

Wird es "Unschuldige" treffen, oder werden die "Verdächtigen" gefasst? Darf der Staat zum Schutz seiner Bürger Verdächtige in ihrer Freiheit einschränken? Ist es zulässig, dass der Staat Daten des Bürgers speichert, seinen Rechner auskundschaftet mittels eines Trojaners, und den "Durchsuchten" gar nicht davon informiert? Wer ist gefährlicher, der Staat der uns überwacht, oder der Terrorist/ die Terroristen, der seine/ die ihre Aktionen plant/planen und dann durchführt/ durchführen, und dabei viele "Unschuldige" tötet, sie ihrer Existenz beraubt? Wenn der Staat etwas über zukünftige Terroraktionen erfährt, wird er dann präventiv eingreifen?
Gedanken dazu hat sich Kai Biermann von der "ZEIT" gemacht.
das BKA-Gesetz vom 17.06.2008 als PDF-Datei

Die Kanzlerin bleibt eisern.

Angela Merkel weigert sich Schulden aufzunehmen, um die Konjunktur anzukurbeln. Schließlich sei das ganze Debakel dadurch zustande gekommen, dass Kredite aufgenommen wurden, ein virtuelles System aufgebaut wurde, das in Realität irgendwann eingestürzt ist.
Angela Merkel ist mutig. Hoffentlich wird ihr das nicht zum Verhängnis.

Samstag, 6. Dezember 2008

Mugabe muss weg

Diese Einsicht kommt doch recht spät. Es war doch abzusehen, was passiert, wenn dieser Despot Robert Mugabe weiter an der Macht ist. Anscheinend hat keiner ein Interesse daran, dass er geht. Doch jetzt schaltet sich Desmond Tutu in das Geschehen ein.

"Unter dem Eindruck der Cholera-Epidemie in Simbabwe haben die USA die Weltgemeinschaft zum Handeln aufgerufen, um Präsident Robert Mugabe zu entmachten. Dabei müssten die Länder im südlichen Afrika die Führung übernehmen, sagte Außenministerin Condoleezza Rice am Freitag in Kopenhagen: "Robert Mugabes Abgang ist längst überfällig." Die Cholera, an der bislang fast 600 Menschen gestorben sind, das wirtschaftliche Elend, die gefälschten Wahlen und die festgefahrenen Verhandlungen über eine Machtteilung erforderten rasches Handeln."

hier geht es weiter zum Artikel der ZEIT

Freitag, 5. Dezember 2008

endlich Ärztin

und erleichtert. Nach 8 Jahren kommt die Ernüchterung. So lange gekämpft, gelernt, auf vieles verzichtet, sich nicht mehr als Mensch gefühlt, häufig als Maschine. Jetzt kommt das Loch.
Und hoffentlich bald das wahre Leben. Mit OP-Kittel, Latex-Handschuhen, Hacken, Skalpel, Bohrer, Säge, Arthroskop, viel Blut und natürlich glücklichen Patienten. Darauf freu ich mich. Der Weg ist frei. Noch vier einhalb Monate.




OP-Saal in Nepal (man beachte den Ventilator im Hintergrund)


Ich denke, so richtig werde ich es realisieren, wenn ich dann die Approbation in der Hand haben werde.
Vielen lieben Dank an alle Beter, an alle, die so lieb an mich gedacht haben. Ich bin dankbar, dass es vorbei ist. Ich werd jetzt erst mal schlafen gehen. Den Schlafdefizit der letzten Wochen aufholen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Umweltschutz in den VAE durch Führerscheinverbot für Ausländer

So kann man natürlich auch Umweltschutz fördern und dem Verkehrschaos Herr werden. In Deutschland wäre das unmöglich. Das wäre ausländerfeindlich (das ist es auch) und diskriminierend (ist es auch). Aber fast jeder, der in den VAE arbeitet, ist froh über seine Arbeit, selbst wenn diese unter schwersten Konditionen zu verrichten ist.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Filmtip: Im Schatten des Bösen

"Das Krankenhaus Panzi liegt in Bukavu, der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu. Dort werden schwer verletzte und traumatisierte Frauen und Mädchen behandelt. Sie sind Opfer grausamer Vergewaltigungen geworden. Denn im Nordosten des Kongo herrscht noch immer Krieg. Milizen marodieren durch die unzugänglichen Wälder. Sie töten, plündern, brandschatzen. Frauen und Kinder werden systematisch vergewaltigt und misshandelt."

am 07. Dezember ab 19:30 läuft der Film im EEG (Essential Existence Gallery) im Westwerk, Karl-Heine-Str. 93 Tor B, in Leipzig

Montag, 1. Dezember 2008

Kongos Bodenschätze und der Krieg

“For as long as there are buyers who are willing to trade, directly or indirectly, with groups responsible for grave human rights abuses, there is no incentive for these groups to lay down their arms,” said Patrick Alley. Global Witness called on buyers all along the supply chain - from the individuals who buy from the mines through to the manufacturers and multinational retail companies - to exercise stringent due diligence. “It is not acceptable for buyers to claim they do not or cannot know where the minerals come from. They have a responsibility to find out exactly where the minerals were produced and by whom. If there is any likelihood that they have passed through the hands of armed groups or army units, they should refuse to buy them. Otherwise, they bear the responsibility for keeping these groups in business.”

ein Auszug aus dem Artikel von Global Witness