Montag, 30. August 2010

und wieder gucken alle zu,

beim schon zur Normalität gehörenden Völkermord im Kongo. Es zerreisst mich innerlich, wie wir mit Fingern auf andere zeigen, wobei wir indirekt an dem Leid in der Welt beteiligt sind, uns über Dinge aufregen, die vielleicht gar nicht so passiert sind, die durch die Medien völlig verändert werden. Und selbst bin ich ohnmächtig.

Die Welt dreht sich weiter, während
  • die UN 500 Seiten über den Völkermord im Kongo schreibt
  • die UN-Blauhelme aus dem Kongo abziehen
  • wir Thilo Sarrazins wegen seiner angeblichen Thesen (wer hat denn mal wirklich gelesen, was er schreibt) verteufeln und uns als die besseren Menschen fühlen (weil wir ja so tolerant sind, aber nur denen gegenüber, die politisch korrekt ins Bild passen)
  • wir Politiker an den Pranger stellen, die das Fortbestehen der AKWs unterstützen
vielleicht wäre es besser, wenn
  • die UN endlich im Osten des Kongos eingreift
  • die UN ihre UN-Blauhelme nicht abzieht
  • wir die Elektronikindustrie boykottieren, die zu den anhaltenden Massenmorden im Osten des Kongos beiträgt (d.h. nicht immer wieder der Werbung erliegen, die uns ein noch besseres Handy oder einen noch leistungsfähigeren Laptop anbietet, usw.)
  • unseren Stromverbrauch minimieren

Sonntag, 29. August 2010

endlich, nach über 24 Stunden

bin ich nun in Fortaleza im Nordosten Braziliens angekommen. Ich hatte schon Angst, dass die Reise in Lissabon endet. Bei der Landung in Lissabon wackelte das Flugzeug extrem. Ich hatte richtig Herzklopfen. Aber Gott sei Dank, bin ich heil angekommen.
Das Wetter hier ist perfekt: schwül-warm, bei ca. 35°C. Bei manchen Dingen muss ich schmunzeln, weil sie so typisch südliche Mentalität sind:
im Flughafen gibt es eine extra Ordnerin, die den Leuten ein Zeichen gibt, wann sie beim Zoll dran sind
die Menschen gehen bei Rot über die Ampeln, andererseits beachtet kein Autofahrer die Zebrastreifen
bestimmt werden sich noch mehr Dinge in diese Aufzählung reihen.
Ich bin gespannt, wie es wird. Nen festen Plan hab ich noch nicht, aber ich weiss schon, was ich mir ansehen möchte. Morgen kommen noch 2 Freunde meiner Freundin, die jetzt heiratet, an. Mit ihnen möchte ich paar Orte erkunden.

Mittwoch, 18. August 2010

Wie deutsche Verbraucher den Regenwald kahl essen

Nirgendwo in Deutschland ist Massentierhaltung weiter verbreitet als im Emsland oder in Vechta und Cloppenburg (Niedersachsen). Über Jahrzehnte haben hier die großen Konzerne der Branche ganze Landstriche umfunktioniert, um in riesigen Fabriken enorme Mengen an Geflügel zu mästen und zu schlachten. Aufgrund von Massenproduktion ist es außerdem so preiswert wie nie zuvor. Die Verbraucher übersehen gerne, dass die niedrigen Preise mit einem Unmaß an Tierquälerei einhergehen. Viele Millionen Tiere darben in engen, verdreckten Käfigen oder überfüllten, riesigen Ställen dahin. Für die Hähnchen und Legehennen sind die Massenställe eine lebenslängliche Tortur.

Mehr unter www.Regenwald.org