Schön, dass Du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Du kannst gerne einen Kommentar abgeben, Deine Meinung äussern, Deine Erlebnisse oder Gedanken schildern. Alles, was im Text grau ist, ist ein sogenannter Link, d.h. Du klickst einfach auf das Wort und wirst auf eine Seite weitergeleitet, die entweder eine Definition des Wortes oder weitere Informationen enthält. Viel Freude beim Lesen!
Montag, 20. April 2009
wenn sich nicht mal die Palestinenser einige sind - und das ist milde ausgedrückt
nicht nur die Israelis haben Blut vergossen, auch die Palestinenser bringen sich gegenseitig um, wie ein Bericht von Human Rights Watch zeigt
Samstag, 18. April 2009
wer hätte das gedacht: Dubai, ein Verlierer der Weltwirtschaftskrise
Für 15 Dirhams (3 Euro) bin ich mit dem Bus nach Dubai, die Stadt der Superlative. 3 Plätze nach mir war der Bus voll. Der Busfahrer hat die Männer in der 3. Reihe (die für Frauen frei gemacht werden sollen) gebeten, sich hinter zu setzten, um für mich frei zu machen. Das ist doch mal schön. Dann hat er noch dem Zeitungsverkäufer 3 Telefonkarten abgekauft, von dem Fahrgeld. Das wäre bei uns nicht möglich. Da musste ich schon schmunzeln.Dieses Dubai ist schon seltsam. Ich komme mir vor, als ob ich in Indien oder Pakistan wäre, EInheimische sehe ich kaum. Zuerst bin ich zum Creek gelaufen, die Flußmündung, die Dubai in 2 Teile teilt.
Schön, einen bekannten Ort wieder zu sehen. Dort bin ich dann durch den Souq: ein Textilladen an dem anderen, chinesische Billigware wird auch verkauft, sowie mit "Perlen" bestickte Ballerinas oder Alladinschuhe, zwischendurch Gewürzläden, immer mal werde ich angesprochen, ob ich etwas kaufen möchte, ich winke freundlich ab. Die Subkontinentaler wirken froh.Da Freitag ist, haben nicht alle Geschäfte offen. So flaniere ich durchden Goldsouq und beobachte die Pakistaner und Inder, wie sie ihren Freitag geniessen.
Einige sind in den Goldgeschäften. Ob sie schon feilschen oder noch davon träumen?
Wenn man in die Hintergassen kommt, so sieht man kleinere Gaststätten. Immer wieder werde ich angesprochen, ob ich denn nicht was kaufen möchte. Dann bin ich den Creek entlag: eine Dhow neben der anderen, Inder, Pakistaner, Nepalesen beladen sie mit Gütern "made in P.R.C.", diese werden in den Iran und auf den Subkontinent sowie nach Nordafrika verschifft. Die Dhows sehen abenteuerlich aus. Heute noch werden sie ohne Plan gebaut (aus Holz aber immer häufiger aus "fiberglass"), und sie fahren. Die Männer hängen ihre Wäsche auf, einer bindet sich im Schneidersitz den Tourban, wieder einer schrubbt das Deck.Dann bin ich wieder auf den Bus gesprungen. Er fährt nun die größten Hotels und Einkaufszentren ab. Ein Superlativ neben dem nächsten. Das ist völlig überzogen. Schon krass, vor 10 Jahren war hier fast nichts gestanden, da war nur das Burj Al Arab und das Jumeirah Beach Hotel.
Inzwischen sind die schon alt. Wir sind auf die kleine "Palmisland" gefahren. Das sind schon schöne Villen, sogar mit eigenem Strand. Und dann fährt man durch einen 1km langen Tunnel, zum Hotel Atlantis. Das ist auch wieder ein Superlativ.
Aber was schön ist, dass dorthin eine Bahn führt. Auf Atlantis haben sie viele Delphine einfliegen lassen, die dann Teil des Unterwasserlebens ausmachen. Wie krass ist das denn. Dann sind wir auch noch an der weltgrößten Einkaufshalle (5 Fußballfelder groß) mit einer innen liegenden Skipiste. Irgendwann mal war dann auch genug und ich habe abgeschaltet. Beim Dubai Museum bin ich ausgestiegen. Dort habe ich meine Eintrittskarte geholt und dann Richtung Creek, auf eine Abra (ein Wassertxai) gesprungen (rechts neben mir ein junger Siqh, links neben mir Asiaten), und nach Deira für 1 Dh.
Es wirkt en bisschen wie in Venedig. Leider stinkt es so sehr. Immer mal sieht man Touristen. Einige von denen kleiden sich sehr anzüglich. Das ist sehr beschämend.Auf der Dhow fahren auch wieder alle möglichen Nationalitäten mit: Inder, Südafrikaner (indischen Ursprungs), Kanadier (karibischen Ursprungs), Belgier, Dänen, Bangladeschis, Skandinavier, usw. Es ist eine entspannende Tour durch den Creek. Später kaufe ich mir wieder einen Schawarma und einen Fruchtsaft, und setzte wieder auf die andere Seite über. Neben mir sitzen zwei Kenianerinnen und 2 Asiaten. Das Dubai Museum schaut immer noch so aus wie früher, ein paar Details sind dazu gekommen.
Dann gehe ich nochmal in den Souq, und genieße das Abendleben. Es sind sehr viele Subkontinentaler Unterwegs.
Auf der Rückfahrt sitzt eine Britin (Kelly) neben mir, 25 Jahre alt, von 1990 bis 1997 in Dubai gelebt, jetzt für ein Jahr arbeitet sie bei Ethiad. Es sei sehr viel gebaut worden in den Jahren, zuviel. Als sie Dubai verlassen hat, da stand auf der Scheikh Zayed Road nur das World Trade Center und die Emirates-Towers, damals die höchsten Gebäude der Stadt. Dubai hat sich übernommen, und bekommt jetzt die Weltwirtschaftskrise zu spüren. Viele verlieren ihre Arbeit in Dubai, ziehen nach Abu Dhabi. Auf einigen Baustellen wird nicht mehr gearbeitet.
Dienstag, 14. April 2009
eine unerwartete Panne
Die Busfahrt nach Al Ain gestaltete sich etwas unerwartet. Nach einer halben Stunde gab der Bus einen nervigen Ton von sich, bis der Busfahrer hielt.

Meine einheimische Nachbarin (wahrscheinlich schwarzkontinentalen Ursprungs) guckt, was ich schreibe, im Hinterteil des Buses telefoniert ein Araber laut, immer mehr Männer gehen raus, sehen wahrscheinlich nach, oder freuen sich einfach, dass es was aufregendes gibt. Da sind sie alle gleich,die Afghanen, die Emiratis, die Inder, die Pakistaner, die Philippiner und die Sudanesen.
Der Keilriemen war gerissen. Irgendwann gesellte ich mich auch nach draußen, setze mich in den Schatten einer Palme und beobachtete die Szene von Ferne.
Neben mir stand eine emiratische Familie. Die Frauen in ihren schwarzen Abayas, die jungen Männer in ihren weissen Dishdashas und die kleinen Mädchen in bunten Kleidern.
Nach einer Stunde kam ein anderer Bus und der passende Keilriemen. Ein indischer Arbeiter hatte einen großen Werkzeugkasten und hat dann doch mit der Hand den Keilriemen angebracht. Der Busfahrer sprang in den zweiten Bus, und die versammelte Manschaft auch. Die Fahrt ging dann weiter. Irgendwann hielt der Bus an einer "Raststätte". Ein kleines Geschäft und eine Moschee, die angedeutet war. Einige Männer wuschen sich und beteten. Andere gingen auf´s Klo, und die meisten in das Geschäft, um sich dort was zu Trinken oder zu Essen zu kaufen. Draussen rauchten sie dann.
Al-Ain war nicht so ergiebig wie ich dachte, doch der lange Spaziergang in der Oase war wunderschön, wennauch sie früher schöner war, als die Wege noch Trampelpfade waren. Ein paar Weiße begegnen mir, aber v.a. indische und pakistanische Arbeiter, die die Oase in Ordnung halten.
Der Keilriemen war gerissen. Irgendwann gesellte ich mich auch nach draußen, setze mich in den Schatten einer Palme und beobachtete die Szene von Ferne.
Neben mir stand eine emiratische Familie. Die Frauen in ihren schwarzen Abayas, die jungen Männer in ihren weissen Dishdashas und die kleinen Mädchen in bunten Kleidern.Nach einer Stunde kam ein anderer Bus und der passende Keilriemen. Ein indischer Arbeiter hatte einen großen Werkzeugkasten und hat dann doch mit der Hand den Keilriemen angebracht. Der Busfahrer sprang in den zweiten Bus, und die versammelte Manschaft auch. Die Fahrt ging dann weiter. Irgendwann hielt der Bus an einer "Raststätte". Ein kleines Geschäft und eine Moschee, die angedeutet war. Einige Männer wuschen sich und beteten. Andere gingen auf´s Klo, und die meisten in das Geschäft, um sich dort was zu Trinken oder zu Essen zu kaufen. Draussen rauchten sie dann.
Al-Ain war nicht so ergiebig wie ich dachte, doch der lange Spaziergang in der Oase war wunderschön, wennauch sie früher schöner war, als die Wege noch Trampelpfade waren. Ein paar Weiße begegnen mir, aber v.a. indische und pakistanische Arbeiter, die die Oase in Ordnung halten.mit dem Bus durch die Wüste
Gerade sitze ich in der Central Bus Station von Abu Dhabi, um nach Al Ain zu fahren. Ein Gebäude aus den siebzigern, in Türkis gestrichen, eine Seite mit rotem Marmor verkleidet, schön klimatisiert, mir gegenüber der verstorbene Scheich Zayed und sein Sohn Scheich Khalifa, ein indischer Putzmann wedelt mit seinem in Desinfektionsmittel (was in der Nase ätzt) getauchten Wischmopp um meine Füße herum, Fliegen ärgern mich, in der Halle warten ca. 30 Leute (Inder, Pakistaner (mit ihren langen Hemden und den weiten Hosen), Phillipiner, Emiratis (in ihren schneeweißen Dishdashas und den schönen Turbanen) u.v.a.) auf ihren Bus, hinter dem Schalter sitzen ein paar Emiratis gelangweilt. Als ich nach dem Busfahrschein frage, werde ich auf den Busfahrer verwiesen. Wieso sitzen die eigentlich dort? Einfach um mir nur diese Information zu geben? Das ist ja wie im Sozialismus, Hauptsache einen Posten besetzt.Montag, 13. April 2009
mein Herz ist gebrochen...
...weil der Souq dem Erdboden gleich gemacht wurde. Dort gab es immer noch einen Hauch von orientalischem Leben: ein Goldladen neben dem anderen, Laeden, in denen chinesisches Spielzeug verkauft wurde, Stofflaeden, Parfuemerien (mit Dueften aus 1001 Nacht), kleine Restaurants mit Shawarma und Fruchtsaeften, und nicht zu vergessen die Baeume, die mit Teebeuteln voll hingen.
Abu Dhabi
ist eine grosse Baustelle
geworden. Interessiert das jemanden? Ich denke eher nicht. Bis jetzt habe ich einfach die Zeit genossen, war am Strand
und in diversen "Shopping-Malls",
wo man Araberinnen falnieren sieht, einige Meter hinter ihnen die Hausmaedchen mit den Einkaufstueten, junge Maenner in Cafes, Europaer in Unterwaesche (sie tragen so wenig, dass es einem peinlich ist, zu denen zu gehoeren; nicht verwunderlich, wenn die Araber so ein schlechtes Bild von den Europaeern haben, und das nicht nur wegen der Kleidung), indische Gastarbeiter, die alles sauber halten. Eine Welt voller krasser Gegensaetze. Morgen fahre ich in die Oasenstadt Al Ain, die den einzigen Berg in diesem Land hat. Ich freu mich drauf.
ist eine grosse Baustelle
geworden. Interessiert das jemanden? Ich denke eher nicht. Bis jetzt habe ich einfach die Zeit genossen, war am Strand
und in diversen "Shopping-Malls",
wo man Araberinnen falnieren sieht, einige Meter hinter ihnen die Hausmaedchen mit den Einkaufstueten, junge Maenner in Cafes, Europaer in Unterwaesche (sie tragen so wenig, dass es einem peinlich ist, zu denen zu gehoeren; nicht verwunderlich, wenn die Araber so ein schlechtes Bild von den Europaeern haben, und das nicht nur wegen der Kleidung), indische Gastarbeiter, die alles sauber halten. Eine Welt voller krasser Gegensaetze. Morgen fahre ich in die Oasenstadt Al Ain, die den einzigen Berg in diesem Land hat. Ich freu mich drauf.Samstag, 11. April 2009
Manama
Die Welt ist ein Dorf geworden, alles rückt immer näher zusammen, (fast) überall hat man Zugang zum Internet (und ich frage mich, ob das gesund ist, körperlich wie seelisch). So nutze ich die Gelegenheit, um aus Manama zu schreiben. Der Flug war wunderschön, v.a. die schneebedeckten Berge der Türkei, die endlose Wüste des Irak (irgendwie komisch, wenn man weiss, dass da unten Krieg ist) und der arabisch-persische Golf. Beim Aussteigen kam mir gleich die schwülwarme Luft entgegen. Ich habe tief eingeatmet. Toll, dieses Gefühl wieder am Golf zu sein.
Das Bild auf dem kleinen internationalen Flughafen von Bahrain ist bunt: Araberinnen in ihren dunklen Abayas, Araber in ihren eleganten weißen Dischdaschas, Inder, die es mit aller Höflichkeit den Kunden recht machen wollen, phillipinische Hausmädchen, viele Araber (aus anderen Nationen), und ein paar Weiße.
Ich bin gespannt, was mich in Abu Dhabi erwartet.
Das Bild auf dem kleinen internationalen Flughafen von Bahrain ist bunt: Araberinnen in ihren dunklen Abayas, Araber in ihren eleganten weißen Dischdaschas, Inder, die es mit aller Höflichkeit den Kunden recht machen wollen, phillipinische Hausmädchen, viele Araber (aus anderen Nationen), und ein paar Weiße.
Ich bin gespannt, was mich in Abu Dhabi erwartet.
Abonnieren
Posts (Atom)