Samstag, 19. Dezember 2009

Kopenhagen ist gescheitert - und nun?

Die Politiker konnten sich in Kopenhagen nicht einigen, wie es mit dem Klimaschutz weitergehen soll. Aber schlussendlich sind wir die Bewohner diesen einen Planeten, und damit diejenigen, die für die Folgen unserer Taten verantwortlich sind.

Daher habe ich ein paar Tips zusammengestellt, wie wir die Umwelt zumindest schonen können:
1a. Es gibt hundert gute Gründe gegen die Atomkraft, also Stromanbieter wechseln, z.B. auf EWS.
1b. Stanbygeräte ganz ausschalten. Spart ca. 80€ Stromkosten pro Jahr.
2. Lieber mal mit dem Drahtesel fahren und das Auto stehen lassen.
3. Verzichte auf Inlands- und Kurzstreckenflüge.
4. Reduziere den Fleischanteil in Deiner Ernährung.
5. Beim Händewaschen, Zähneputzen oder Einseifen unter der Dusche nicht dauernd das Wasser durchlaufen lassen. Hochgerechnet auf ein Jahr können so mehrere tausend Liter Wasser zustande kommen, die sinnlos vergeudet wurden.
6. Lieber Duschen als Baden: Beim Baden brauchst Du dreimal soviel Wasser (und Energie) als beim Duschen.
7. Recyclingpapier (Toilettenpapier) verwenden: Zur Herstellung von Recyclingpapier wird wesentlich weniger Wasser benötigt, als bei neuem (oder farbigem) Papier. Damit schützt Du unsere Trinkwasserbestände und Wälder in Einem.
8. Keine Toilettensteine verwenden: WC-Duftsteine verschmutzen das Spülwasser unnötig mit derben Chemikalien. Falls Du einen guten Duft in der Toilette haben willst, kannst Du ebensogut eine Duftlampe mit einem ätherischen Öl aufstellen oder mit Räucherutensilien einen angenehmen Duft erzeugen.
9. Keine Chemikalien in den Abfluß gießen: Benzin, Arzneimittel, Farben, Lacke, Öle und Lösungsmittel sind Sondermüll und belasten erheblich das Grundwasser. Schon 1 Liter Öl verseucht 1 Million Liter Trinkwasser unwiederbringlich!
10. Spülmittel: Verwende Spülmittel nur in geringen Mengen. Oft genügt ein einziger Tropfen für ein Spülbecken. Verwende heißes Wasser, denn im heißen Wasser lösen sich Dreck und Verkrustungen viel leichter als im kalten Wasser.
11. Keine Abfälle ins WC: Abfälle im WC belasten über die Gärung und Fäulnis unnötig das Trinkwasser.
12. Ökologische Waschmaschinen oder Spülmaschinen kaufen: Wenn Du solche Geräte kaufst, achte auf einen niedrigen Wasser- bzw. Energieverbrauch. Selbst wenn der Anschaffungspreis etwas höher sein sollte, wird er durch die dauerhafte Sparsamkeit des Geräts schnell wieder hereingeholt.
13. Verkalkungen mit Essig lösen: Verwende zum Entkalken natürlichen Essig. Er macht diesselbe Arbeit wie ein aggressiver chemischer Reiniger, ist aber biologisch völlig unbedenklich.

Weitere Tipps unter anderem beim BUND, bei Greenpeace und beim WWF.

Wenn Ihr noch Tipps habt, sendet sie ruhig zu, ich werde sie einbauen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Toleranz

Diesen Sonntag fand die Volksabstimmung in der Schweiz statt, deren Ziel es war, dass keine Minarette in der Schweiz errichtet werden dürfen. Prompt wurde die Schweiz unter anderem als populistisch, diskriminierend und intolerant beschimpft, der türkische Ministerpräsident Erdogan bezeichnet das Neubauverbot als ein Zeichen einer "zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa", es wird um die Glaubensfreiheit in der Schweiz gebangt, in Pakistan wurde gegen das Minarett-Verbot demonstriert, und die UNO prüft bereits die Rechtmäßigkeit des Bauverbotes.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan zitierte den türkischen Ziya Gökalp mit folgenden Worten: Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.

Wie sieht es um die Tolerierung der Christen und anders Gläubigen in islamischen Staaten aus?

In Saudi-Arabien, wo die Geburtsstadt des Propheten Mohammeds liegt, gibt es keinen Schutz der Religionsfreiheit.

In der Türkei selbst werden Christen verfolgt. Missionare werden weithin als Bedrohung für die Integrität des Landes und die muslimische Religion wahrgenommen.

Pakistan ist ein islamisches Land, in dem die Scharia herrscht. Immer wieder kommt es zu teilweise tödlichen Übergriffen auf Christen.

Was heißt Toleranz? Heute wird es oft mit Gleichgültigkeit verwechselt.

Möchtest Du jeden Tag fünf Mal am Tag neben Dir das laute Gebet eines Muezzins über die Lautsprecher an den Minaretten hören? Ich schon, in einem islamischen Land (wenn ich da mal wieder hin ziehe), aber nicht in Deutschland.

Jedes Land hat seine Kultur, seine Sitten, seine Gepflogenheiten, seine Rechte. Wer diese nicht tolerieren möchte, der suche sich ein Land, wo es ihm behagt.

Wer zu allen Seiten hin offen ist, der kann nicht mehr ganz dicht sein.

Wir sind so Freiheits-liebend, dass wir irgendwann unserer Freiheit beraubt werden.