Vor etwa einer Woche hatte ich die Schnauze voll: ich habe meine Sachen gepackt und bin ausgezogen. Meine 2 neuen Mitbewohnerinnen im Nachbarzimmer (Alexis und Rebecca, beide 21 Jahre alt, Jüdinnen, studieren hier "English as a second language", mit Eltern aus Argentinien und den USA bzw. mit Vorfahren aus Belgien und Ungarn) sind reflektiert, Rebecca ist auf eine Schule gegangen, wo Müll getrennt wurde (was ich jetzt hier auch eingeführt habe :-) ), und sie sind ruhig aber trotzdem kommunikativ. Gestern kam dann noch meine Zimmernachbarin (Jessica, aus den USA, mit dt. und ungar. Großeltern, wird hier Kurse in versch. Bereichen besuchen. Sie hat jetzt einige Zeit bei ihrem Freund in Ashdod, einer Stadt im Süden Israels gewohnt. Dort gingen immer wieder die Sirenen, Granaten oder kleineren Bomben schlugen ein.). Wir waren uns gleich einig, dass die Klimaanlage so selten wie möglich läuft. Das war mir sehr wichtig. Ich war echt erleichtert. Also nachts keine Geräuschkulisse.
Heute früh habe ich mich mit Rebecca, später mit Jessica unterhalten. Eine Frage haben mir beide gestellt: Welches Bild hat Israel in Deutschland? Und wie stark ist der Holocaust in Deutschland präsent. - Was sagt Ihr?
Beiden ist bewusst, dass Israel in der ganzen Welt ein immer schlechteres Bild hat. Es ist für sie schwer verständlich. Sie fühlen sich hier, wie angekommen. Es ist kein großes Ding, dass sie Juden sind. Es gehört dazu. Das habe ich schon von vielen gehört, die doch nicht hier aufgewachsen sind, dass sie sich hier wie zu Hause fühlen, wie angekommen.
Parallel zum immer schlechteren Bild Israels wächst der Antisemitismus, vom Anti-Israelismus (oder auch Anti-Zionismus) zu unterscheiden, wenn sie auch beide leider proportional zueinander sind. Auch bei uns, in Europa.
Wie sehen wir drei die Israelis? Offen, echt, authentisch, entspannt, manchmal zu offen und dadurch fühlt man sich im ersten Moment verletzt, großherzig, verrückt. Was uns nervt? Die horenden Preise, die fehlende Höflichkeit, dass man nie weiss, wann der nächste Bus kommt, wo man umsteigen muss, da es keine Busfahrpläne gibt. Und auf den Internetseiten findet man auch keine genauen Infos.
Und wie sehen die beiden die Amis? Oberflächlich, unecht, gestresst, immer beschäftigt, in ihrer eigenen Seifenblase lebend.
Ich freue mich auf die Zeit mit den Mädels.
Heute früh habe ich mich mit Rebecca, später mit Jessica unterhalten. Eine Frage haben mir beide gestellt: Welches Bild hat Israel in Deutschland? Und wie stark ist der Holocaust in Deutschland präsent. - Was sagt Ihr?
Beiden ist bewusst, dass Israel in der ganzen Welt ein immer schlechteres Bild hat. Es ist für sie schwer verständlich. Sie fühlen sich hier, wie angekommen. Es ist kein großes Ding, dass sie Juden sind. Es gehört dazu. Das habe ich schon von vielen gehört, die doch nicht hier aufgewachsen sind, dass sie sich hier wie zu Hause fühlen, wie angekommen.
Parallel zum immer schlechteren Bild Israels wächst der Antisemitismus, vom Anti-Israelismus (oder auch Anti-Zionismus) zu unterscheiden, wenn sie auch beide leider proportional zueinander sind. Auch bei uns, in Europa.
Wie sehen wir drei die Israelis? Offen, echt, authentisch, entspannt, manchmal zu offen und dadurch fühlt man sich im ersten Moment verletzt, großherzig, verrückt. Was uns nervt? Die horenden Preise, die fehlende Höflichkeit, dass man nie weiss, wann der nächste Bus kommt, wo man umsteigen muss, da es keine Busfahrpläne gibt. Und auf den Internetseiten findet man auch keine genauen Infos.
Und wie sehen die beiden die Amis? Oberflächlich, unecht, gestresst, immer beschäftigt, in ihrer eigenen Seifenblase lebend.
Ich freue mich auf die Zeit mit den Mädels.

























