Meine Lieblings-Mitbewohnerin Benita ließ mich nicht einfach so gehen. Sie hat mir eine Überraschungsfeier organisiert. Und ohne, dass ich was gemerkt hätte. Zwei Wochen lang bat sie mich, den Abend frei zu halten, da sie was mit mir unternehmen will. Die Feier war sehr schön, und ich erinnere mich gerne dran. Das war knapp eine Woche vor meinem Flug.
Den Dienstag hatte ich mir für den Umzug aus Leipzig nach Margetshöchheim freigehalten. Gegen 11 wollte ich eigentlich aus Leipzig fortfahren. Allerdings kam ich schlussendlich gegen 15:30 von Leipzig weg. Ich hatte noch Krims-Krams einzupacken, das Zimmer noch etwas zu streichen, musste noch mal in die Uni. Und dann habe ich mit Benita noch einen Toast mit Mezzo-Mix und Fanta ausgesprochen. Nach 3 ½ Stunden Fahrt war ich endlich daheim. Beim Auspacken haben mir die Nachbarjungs geholfen. Dann habe ich noch das Auto zurückgebracht, und war schlussendlich 24:30 daheim, da ich den eigentlichen Bus in der Anschlussstraßenbahn verschlafen hatte.
Mittwoch habe ich ausgeschlafen, bis 10 Uhr. Am Abend habe ich mein Großmutter und Mutter von Bahnhof abgeholt. Sie waren auf der feierlichen Ausgabe der Zeugnisse in Warwick gewesen. Mein Bruder Samuel hatte letzten Herbst dort seinen Master in Volkswirtschaft gemacht. Abends habe ich mich noch mit einer guten Freundin getroffen.
Zum Packen bin ich erst am Donnertag-Nachmittag gekommen. Vorher haben wir uns noch schnell erkundigt wegen Unfall- und Krankenversicherung. Am Abend hat mir meine Mutter schön Fenchel-Tee gegeben. Das hat auch geholfen. In der Nacht konnte ich sehr gut schlafen.
Gegen Freitag Mittag ging mein Flug nach Muskat. 22 Uhr dortiger Zeit war ich da. Schnell das Visum beschafft, noch eine Telefonkarte gekauft, um meiner Mutter mitzuteilen, dass ich gut angekommen bin, dann ein Taxi geschnappt und den Taxifahrer gebeten, dass er mich in mein Hotel fahren möge. Allerdings schien er es nicht zu kennen. Ich habe ihm auch gesagt, wo es ist, aber er kannte es immer noch nicht. Also fuhren wir ersteinmal in die Stadt. Dort ließ er mich an der Corniche raus. Von dort aus fing ich an zu laufen, mit meinem 30 Kg schweren Koffer (den ich ziehen konnte), Winterklamotten und 25°C Temperatur. Mir kam ein Inder entgegen, der mir freundlich seine Hilfe anbot. Ich rief im Hotel an, ließ ihm erklären, wo das Hotel liegt, und er war sogar bereit, mich hinzufahren. Aber das konnte ich nicht annehmen. Also nahm ich mir ein Taxi, der Inder erklärte dem Taxifahrer noch schnell, wo das Hotel liegt, und wir fuhren los. Dann kamen wir an einem Hotel an, das so hies, wie der Stadtteil, in dem mein Hotel war, und ich hatte es schon verwechselt, und ich bat den Fahrer zu stoppen. Allerdings war es das falsche. Ich fragte, wo meins sei. Der Inder an der Rezeption erklärte es dem nächsten Taxifahrer, den ich anhielt, und der fuhr dann los. Aber wir kamen wieder am falschen raus. Wir riefen das Hotel an. Und nun ratet mal, wo wir landeten: gegenüber dem Hotel, wo ich zuerst falsch ausstieg. Ich war jedenfalls heilfroh, nach Mitternacht ins Bett zu fallen. Allerdings schien mir das Bettlacken nicht das sauberste, und ich legte mir meinen Kittel hin und ein Kleid. Mein Kaschmeer Schal war meine Decke. Denn das war eigentlich eine Wolldecke, die mir nicht ganz sauber schien. Am nächsten Morgen gegen 8 Uhr lief ich Richtung Corniche am Meer, dort, wo es am schönsten ist, und wo auch der Souq liegt. Es war wunderschön. Der Souq ist ein einziges Labyrinth, wo man fast alles bekommt: Weihrauch, Seife, Tee, Cola, Gold- und Silberschmuck, Souvenirs, Postkarten, Gewürze wie Muskat und Ingwer, Teppiche, Plastikspielzeug made in China, Kleider, Fruchtsäfte, und fast das wichtigste für mich, Schawarma (Fladenbrot gefüllt mit Hühnerfleisch und Gemüse und Salat, aber kein Döner). Die könnte ich immer essen. Danach bin ich in das eigentliche Muskat. Dort steht der Regierungspalast des Sultan Qaboos von Oman. Seit einem Jahr ist ein großer Platz davor, unteranderem mit Marmorplatten, die ein Inder gerade mit einer Poliermaschine säuberte. Vier andere Inder putzten die Laternen blitzsauber. Jedenfalls bin ich sogar zweimal am Palast gewesen, aber kein einziges Mal habe ich den Sultan gesehen. Ich bin noch etwas in der Gegend herum gelaufen, wo andere Regierungsgebäude liegen. Dann habe ich mich noch in ein Museum verirrt, was aber sehr schön die Geschichte, die Entwicklung und die uralte Kultur dieses Landes zeigte. Der Oman hat ca. 2,5 Millionen Einwohner. Die Araber kommen vorwiegend aus dem Jemen. Bei vielen erkennt man afrikanische oder indische Wurzeln. Viele der Gastarbeiter kommen aus Indien oder Pakistan. Sie machen ca. 15% aus. Als nächstes wollte ich eigentlich in das Al-Bustan Hotel. Das Hotel ist wie ein Märchen-Schloss aus 1001-Nacht. Überall duftet es nach Weihrauch. Der Taxifahrer bei dem ich einstieg sagte mir, dass es saubergemacht wird. Ich dachte, er kann mich sowieso hinfahren, da ich auch an den Strand wollte. Als wir ankamen verstand ich, was der Taxifahrer meinte. Es wurde renoviert, da demnächst die Präsidenten der Golfstaaten sich dort treffen werden. Wirklich schade. Zurück an der Corniche gegen 2 Uhr gingen alle Rollläden runter. Die Mittagspause begann. Also suchte ich mir ein Stückchen Sandstrand. Der Blick auf den indischen Ozean, das Hajar-Gebirge im Rücken, die sommerlichen Temperaturen von 25-28°C und der Ruf des Muezzins aus den Lautsprechern der nächsten Moschee machten das Gefühl in der arabischen Welt wieder zu sein und im Urlaub perfekt. Ich habe die 2 Stunden dort wirklich genossen. Am Abend bin ich noch mal in den Souq. Dann ging das richtige Leben los. Die mehrheitlich indischen Händler priesen ihre Ware an, überall wurde gefeilscht, und ab und zu sah man Weiße. Ich habe gemerkt, wie nahe mir diese Welt ist. Am liebsten wäre ich da geblieben. Den nächsten Morgen habe ich noch ein paar Karten geschrieben. Dabei sprach mich ein Taxifahrer an. Später zeigte er mir noch einen schönen Blick auf Muskat. Der Sultanspalast, die Regierungsgebäude, die weißen flachen Wohnhäuser, Gärten, begrünte Strassen und das alles umgeben zu ¾ vom Gebirge und mit Blick aufs Meer. Zu der großen Moschee fuhr er mich noch hin. Aber die hatte gerade geschlossen. Diese Moschee dürfen auch Nicht-Moslems betreten. Dann ging es Richtung Flughafen und ich wünschte mir, ich hätte länger bleiben können, noch weiter ins Landesinnere fahren. Die Festungen sehen, das Gebirge, die Wadis (ausgetrocknete Flussbetten), die Oasen, die Steinwüste. Aber dafür hätte ich bestimmt 2 Wochen gebraucht. Ein nächstes Mal.
Den Dienstag hatte ich mir für den Umzug aus Leipzig nach Margetshöchheim freigehalten. Gegen 11 wollte ich eigentlich aus Leipzig fortfahren. Allerdings kam ich schlussendlich gegen 15:30 von Leipzig weg. Ich hatte noch Krims-Krams einzupacken, das Zimmer noch etwas zu streichen, musste noch mal in die Uni. Und dann habe ich mit Benita noch einen Toast mit Mezzo-Mix und Fanta ausgesprochen. Nach 3 ½ Stunden Fahrt war ich endlich daheim. Beim Auspacken haben mir die Nachbarjungs geholfen. Dann habe ich noch das Auto zurückgebracht, und war schlussendlich 24:30 daheim, da ich den eigentlichen Bus in der Anschlussstraßenbahn verschlafen hatte.
Mittwoch habe ich ausgeschlafen, bis 10 Uhr. Am Abend habe ich mein Großmutter und Mutter von Bahnhof abgeholt. Sie waren auf der feierlichen Ausgabe der Zeugnisse in Warwick gewesen. Mein Bruder Samuel hatte letzten Herbst dort seinen Master in Volkswirtschaft gemacht. Abends habe ich mich noch mit einer guten Freundin getroffen.
Zum Packen bin ich erst am Donnertag-Nachmittag gekommen. Vorher haben wir uns noch schnell erkundigt wegen Unfall- und Krankenversicherung. Am Abend hat mir meine Mutter schön Fenchel-Tee gegeben. Das hat auch geholfen. In der Nacht konnte ich sehr gut schlafen.
Gegen Freitag Mittag ging mein Flug nach Muskat. 22 Uhr dortiger Zeit war ich da. Schnell das Visum beschafft, noch eine Telefonkarte gekauft, um meiner Mutter mitzuteilen, dass ich gut angekommen bin, dann ein Taxi geschnappt und den Taxifahrer gebeten, dass er mich in mein Hotel fahren möge. Allerdings schien er es nicht zu kennen. Ich habe ihm auch gesagt, wo es ist, aber er kannte es immer noch nicht. Also fuhren wir ersteinmal in die Stadt. Dort ließ er mich an der Corniche raus. Von dort aus fing ich an zu laufen, mit meinem 30 Kg schweren Koffer (den ich ziehen konnte), Winterklamotten und 25°C Temperatur. Mir kam ein Inder entgegen, der mir freundlich seine Hilfe anbot. Ich rief im Hotel an, ließ ihm erklären, wo das Hotel liegt, und er war sogar bereit, mich hinzufahren. Aber das konnte ich nicht annehmen. Also nahm ich mir ein Taxi, der Inder erklärte dem Taxifahrer noch schnell, wo das Hotel liegt, und wir fuhren los. Dann kamen wir an einem Hotel an, das so hies, wie der Stadtteil, in dem mein Hotel war, und ich hatte es schon verwechselt, und ich bat den Fahrer zu stoppen. Allerdings war es das falsche. Ich fragte, wo meins sei. Der Inder an der Rezeption erklärte es dem nächsten Taxifahrer, den ich anhielt, und der fuhr dann los. Aber wir kamen wieder am falschen raus. Wir riefen das Hotel an. Und nun ratet mal, wo wir landeten: gegenüber dem Hotel, wo ich zuerst falsch ausstieg. Ich war jedenfalls heilfroh, nach Mitternacht ins Bett zu fallen. Allerdings schien mir das Bettlacken nicht das sauberste, und ich legte mir meinen Kittel hin und ein Kleid. Mein Kaschmeer Schal war meine Decke. Denn das war eigentlich eine Wolldecke, die mir nicht ganz sauber schien. Am nächsten Morgen gegen 8 Uhr lief ich Richtung Corniche am Meer, dort, wo es am schönsten ist, und wo auch der Souq liegt. Es war wunderschön. Der Souq ist ein einziges Labyrinth, wo man fast alles bekommt: Weihrauch, Seife, Tee, Cola, Gold- und Silberschmuck, Souvenirs, Postkarten, Gewürze wie Muskat und Ingwer, Teppiche, Plastikspielzeug made in China, Kleider, Fruchtsäfte, und fast das wichtigste für mich, Schawarma (Fladenbrot gefüllt mit Hühnerfleisch und Gemüse und Salat, aber kein Döner). Die könnte ich immer essen. Danach bin ich in das eigentliche Muskat. Dort steht der Regierungspalast des Sultan Qaboos von Oman. Seit einem Jahr ist ein großer Platz davor, unteranderem mit Marmorplatten, die ein Inder gerade mit einer Poliermaschine säuberte. Vier andere Inder putzten die Laternen blitzsauber. Jedenfalls bin ich sogar zweimal am Palast gewesen, aber kein einziges Mal habe ich den Sultan gesehen. Ich bin noch etwas in der Gegend herum gelaufen, wo andere Regierungsgebäude liegen. Dann habe ich mich noch in ein Museum verirrt, was aber sehr schön die Geschichte, die Entwicklung und die uralte Kultur dieses Landes zeigte. Der Oman hat ca. 2,5 Millionen Einwohner. Die Araber kommen vorwiegend aus dem Jemen. Bei vielen erkennt man afrikanische oder indische Wurzeln. Viele der Gastarbeiter kommen aus Indien oder Pakistan. Sie machen ca. 15% aus. Als nächstes wollte ich eigentlich in das Al-Bustan Hotel. Das Hotel ist wie ein Märchen-Schloss aus 1001-Nacht. Überall duftet es nach Weihrauch. Der Taxifahrer bei dem ich einstieg sagte mir, dass es saubergemacht wird. Ich dachte, er kann mich sowieso hinfahren, da ich auch an den Strand wollte. Als wir ankamen verstand ich, was der Taxifahrer meinte. Es wurde renoviert, da demnächst die Präsidenten der Golfstaaten sich dort treffen werden. Wirklich schade. Zurück an der Corniche gegen 2 Uhr gingen alle Rollläden runter. Die Mittagspause begann. Also suchte ich mir ein Stückchen Sandstrand. Der Blick auf den indischen Ozean, das Hajar-Gebirge im Rücken, die sommerlichen Temperaturen von 25-28°C und der Ruf des Muezzins aus den Lautsprechern der nächsten Moschee machten das Gefühl in der arabischen Welt wieder zu sein und im Urlaub perfekt. Ich habe die 2 Stunden dort wirklich genossen. Am Abend bin ich noch mal in den Souq. Dann ging das richtige Leben los. Die mehrheitlich indischen Händler priesen ihre Ware an, überall wurde gefeilscht, und ab und zu sah man Weiße. Ich habe gemerkt, wie nahe mir diese Welt ist. Am liebsten wäre ich da geblieben. Den nächsten Morgen habe ich noch ein paar Karten geschrieben. Dabei sprach mich ein Taxifahrer an. Später zeigte er mir noch einen schönen Blick auf Muskat. Der Sultanspalast, die Regierungsgebäude, die weißen flachen Wohnhäuser, Gärten, begrünte Strassen und das alles umgeben zu ¾ vom Gebirge und mit Blick aufs Meer. Zu der großen Moschee fuhr er mich noch hin. Aber die hatte gerade geschlossen. Diese Moschee dürfen auch Nicht-Moslems betreten. Dann ging es Richtung Flughafen und ich wünschte mir, ich hätte länger bleiben können, noch weiter ins Landesinnere fahren. Die Festungen sehen, das Gebirge, die Wadis (ausgetrocknete Flussbetten), die Oasen, die Steinwüste. Aber dafür hätte ich bestimmt 2 Wochen gebraucht. Ein nächstes Mal.