Samstag, 30. Mai 2009

Herr Kibala kriegt die Krise

Und bleibt trotzdem dran, hat seine Ideale, kämpft für sie, setzt sich Gefahren aus, nimmt das Risiko auf sich. Aus Liebe zu seinem Land, einem Land, das im Chaos zu versinken droht, ging er vor etwas zwei Jahren zurück, in die Krisengeschüttelte Region, weil er ein Ziel hatte. Inzwischen ist er seit einem reichlichen Jahr Vizegouverneur der Provinz Süd-Kivu. Das ist bewundernswert und gibt mir etwas Hoffnung, dass der Kongo nicht ganz verloren ist.

Montag, 25. Mai 2009

Eine schlaflose Nacht...

... liegt hinter mir. Eigentlich schlafe ich häufig wie ein Murmeltier, aber heute Nacht war ich sehr unruhig. Gegen 3 Uhr hiesiger Zeit bin ich aufgewacht. Heute Mittag habe ich dann erfahren, dass um die Zeit Kim Jong-Il einen unterirdischen (Unterwasser) Atombomben-Test hat durchführen lassen.

"Die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK) hat am 25. Mai erfolgreich einen weiteren unterirdischen Atomtest vorgenommen als Teil der Maßnahmen mit dem Ziel, seine abschreckende atomare Selbstverteidigung in jeder Weise zu stärken, so wie es von seinen Wissenschaftlern und Technikern gefordert wird.

Der aktuelle Atomtest wurde sicher durchgeführt auf einem höheren Niveau hinsichtlich seiner Sprengkraft und Kontrolltechnologie, und die Ergebnisse halfen zufriedenstellend, die wissenschaftlichen und technologischen Probleme zu lösen, die bei der Steigerung der Kraft von Atomwaffen und der ständigen Weiterentwicklung von Atomtechnologie auftreten.

Der erfolgreiche Atomtest inspiriert die Armee und das Volk der DPRK außerordentlich umfassend bei der 150-Tage-Kampagne und intensiviert den Antrieb für die Umsetzung einer neuen revolutionären Erhebung, die einer gedeihenden Nation das Tor öffnen soll.

Der Test wird dazu beitragen, die Souveränität des Landes und der Nation und den Sozialismus zu verteidigen und Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel und in der umliegenden Region zu garantieren mit der Macht der Songun."

Wen will er damit beeindrucken, v.a. wen will er damit verteidigen, wenn man überhaupt jemanden mit Atomwaffen verteidigen kann? Ein dem Verrecken nahe stehendes Volk? Wohl kaum. Er ist größenwahnsinnig, er ist wahnsinnig, ihm ist die Macht zu Kopf gestiegen, will mit den Waffen spielen wie mit Spielzeug, verharmlost die Waffen.

Wo führt das alles hin? Da werden unsere alltäglichen Probleme verschwindend gering. Und wir merken wieder, unser Planet ist so zerbrechlich. Wir können unseren Planeten völlig zerstören. Inzwischen setzen sich auch "Kalte Krieger" für die atomare Abrüstung ein.

Freitag, 22. Mai 2009

unser Land und unsere Verfassung wird 60.

Unser Bundespräsident Prof. Dr. Köhler hat heute dazu eine beeindruckende Rede gehalten. Ich fand es sehr angenehm, wie er sagte: "Lassen Sie uns unseren Weg weiter gehen - als deutsche Patrioten, als gute Europäer, als Bürger der Einen Welt. ".
Und das aller wichtigste: "Gott segne unser Land".
Ich würde mich sehr freuen, wenn er morgen als Bundespräsident wieder gewählt wird.

Sonntag, 17. Mai 2009

Stolz und Vorurteil

Das freut mich sehr, dass es Umfragen gibt, die zeigen, dass die Deutschen doch recht stolz auf ihre Nationalität/ ihr Land sind. Ich hoffe, dass es auch so ist. Wir können genauso stolz sein auf unser Land, wie jeder andere Staatsbürger.
Es ist schön in Deutschland. Ich freue mich, hier geboren zu sein. Es ist ein schönes Land. Ich bin stolz, (halbe) Deutsche zu sein.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Zeit ist relativ

Da habe ich mich schon so lange gefreut die Wohnug zu sehen, und da komme ich 10 Minuten später, und die Maklerin ist weit und breit nicht aufzufinden. 10 Minuten, die die letzte OP zu lange gedauert hat, aus Sicht der Maklerin. Schiesse. Wieso hatte sie nicht die Zeit? Ich war der letzte Termin für sie heute, und im Büro habe ich auch keinen mehr erreicht. Aber wir Ärzte sollen immer und überall bereit sein.
Gestern hatte ich NFZ (Notfallzentrum)-Dienst. Das heisst Patienten untersuchen, alles aufschreiben, im PC notwendige Röntgen/CTs/MRTs anmelden, den Patienten versorgen, Rezepte ausstellen, Entlassbrief schreiben. Und wenn der Patient noch operiert werden muss, dann noch aufklären über die OP und alles im OP regeln, damit der Patient kommen kann.
Morgens 7:30 waren drei Patienten schon da. Von 7:00 bis 7:30 ist Morgenbesprechung. Danach war Chefvisite bis 8:00. Dann waren es schon vier Patienten. Der Tag fing gut an.
Der erste war auf Station aus dem Bett gefallen, dabei sich eine Kopfplatzwunde zugezogen, brauchte ein Schädel-CT, um eine Blutung im Gehirn auszuschliessen.
2.er hatte eine Strecksehnenruptur des li. Ringfingers
3.er hatte brennende Schmerzen im li. Bein (u.a. ein Hinweis auf einen möglichen Bandscheibenvorfall)
4.e hatte Schulterschmerzen und einen tauben Unterarm
5.er hatte seit einem Jahr Schmerzen im Rücken, die jetzt in die Schulter gewandert sind
6. kam eine Patientin von der Psychiatrie, mit Verdacht auf einen metastasierten Dickdarmkrebs
7.e ist mit dem Rasenmäher über ihren gr0ßen Zeh gefahren, sich dabei die Kuppe angeschnitten und einen Teil des Nagels abgeschnitten
8.e ist zu Hause gestürzt, hat sich dabei einen Oberschenkelbruch zugezogen, zu allem Überfluss auch noch erbrochen, die musste dann sofort operiert werden, nachdem ihre Gerinnungswerte wieder in einen Normwert gebracht wurden
9.er hatte einen Analabszess (also eine Eiteransammlung im Dammbereich)
10. hatte Bauchschmerzen seit dem vorherigen Tag, hat sich als Blinddarm herausgestellt, musste auch gleich operiert werden
11. ist von einem Auto angefahren worden und vom Fahrrad gestürzt, sich dabei Schürfwunden und eine Steißbeinprellung zugezogen
Die kamen alle bis gegen 18:00. Und zu allem Überfluss fiel auch noch der PC für 2 mal 2 Stunden aus. Ich war platt an dem Abend, aber irgendwie zufrieden, wenn ich auch manches das nächste Mal anders machen würde.
Ich bin gerne Assistenzärztin, wenn es auch viel abverlangt, aber Ärzte sind keine Übermenschen. Das wird häufig von ihnen verlangt. Macht man einen Fehler, vergisst man etwas (so wie ich letzte Woche ein aktuelles Röntgenbild machen zu lassen von einer Patientin, die heute operiert wurde; normalerweise macht man ein neues, wenn das alte älter als ein halbes Jahr alt ist, und das der Patientin war fast 2 Jahre alt, das war schon peinlich, hat zwar nichts an der OP geändert, ist aber doof), dann ist gleich mal Stress angesagt.
Und wenn man dann sich drauf freut, eine Wohnung anzugucken, und nach 10 Minuten ist die Maklerin weg, dann fragt man sich schon, ob der Stress es Wert ist.